GESCHICHTE

Geschichte
DAS LACHSINSELCHEN
Das Museum der Arbeit liegt auf einer künstlichen Insel mit Namen Laxholme mitten im Motala Strom. Der Name stammt aus dem Mittelalter, als der Lachsfang von großer Bedeutung war. Hier fing man die Fische, nachdem sie sich in der Lachswanne des Strombettes verfangen hatten. 1520 ernannte man einen Lachsvogt zur Bewahrung der Interessen der Krone.

DAS BÜGELEISEN
Fast bis 1916 bestand die Bebauung auf Laxholme aus kleinen Holzhäusern. 1916 zeichnete der Architekt Folke Bensow das Gebäude, das wir heute Bügeleisen nennen. Er ließ es der Form der Insel folgen, das Resultat war ein Siebeneck. Die Fassade ist schnörkellos einfach gehalten. Was die Aussenseite jedoch nicht preisgibt ist, dass die Fabrik, erbaut im Jahre 1917, aus dem modernsten Material der Zeit gebaut wurde, aus armiertem Beton.
   Bis zum Jahre 1934 war das Bügeleisen eine Weberei. Danach wurde die Fabrik zu unterschiedlichen, vorbereitenden Arbeitsvorgängen in der Textilindustrie genutzt, wie dem Zwirnen, Spulen, Rollen und Ketten.
  Die höchste Anzahl an Arbeitskräften betrug 600 Personen. Die meisten von ihnen waren Frauen. Von einer dieser Frauen, der Rollerin Alva Carlsson, handelt die einzige, permanente Ausstellung des Museums.
   Während der 1960er Jahre starb die gesamte Textilbranche aus und zurück blieben nur die Industriegebäude. Nach einer vorsichtigen Renovierung unter Leitung des Architekten Ove Hidemark wurde das Museum der Arbeit im Dezember des Jahres 1991 eröffnet. Schweden hatte ein neues und ganz besonderes Museum erhalten. Die Industrielandschaft wurde zu neuem Leben erweckt und ist heute eines von Schwedens interessantesten und spannendsten Stadtgebieten.
  
   Während des Architekturjahres 2001 wurde das Bügeleisen zu einem von Östergötlands beliebtesten Häusern aller Kategorien gewählt und im nationalen Wettbewerb belegte es den ehrenvollen zweiten Platz!  

DIE INDUSTRIELANDSCHAFT
Das Museum der Arbeit ist mitten in einer von Europas interessantesten Industrielandschaften gelegen, am Motala Strom im Zentrum Norrköpings.
   Das Gebiet wird vom tosenden Wasser des Stroms und den prächtigen Fabrikgebäuden dominiert. Die Häuser erinnern uns an die Zeit, als nahezu alle schwedischen Baumwollstoffe in Norrköping produziert wurden – Schwedens größter Industriestadt, die manchmal kleines Manchester genannt wird.
   Nicht ohne Stolz blickten Hersteller und andere hinaus auf den Wald aus Schornsteinen als einem Zeichen für Fortschritt. Die meisten Häuser wurden zwischen 1850 und 1917 erbaut und waren geprägt von Einfachheit und Sachlichkeit. Gelb geputzte Fassanden kontrastieren gut mit roten Steinwänden. Die gestalteten Eisenverankerungen erhöhen über ihre Nützlichkeit hinaus den architektonischen Wert. Die großen kleinformatigen Sprossenfenster mit ihrem bogenförmigen Abschluss sind typisch. Sie ermöglichen einen großen Lichteinfall.
   Mehrere Architekten waren hier tätig: Carl Theodor Malm, Theodor Glosemeyer, Karl Flodin, Knut Philström, Werner Northun u.a. 
  Lesen Sie mehr in "Norrköpings Industrilandskap vid Motala Ström" (Norrköpings Industrielandschaft am Motala Strom), das es im Museum der Arbeit, im Stadtmuseum oder im Turistenbüro
Destination Norrköping zu kaufen gibt.

Geöffnet
Das Museum der Arbeit ist jeden Tag 11-17 Uhr geöffnet (mit Ausnahme verlängerter Wochenenden). Eintritt frei.

 
Adress

Arbetets museum
Laxholmen
602 21 NORRKÖPING
SCHWEDEN

Telefon: +46-11-18 98 00
Fax: +46-11-18 22 90
E-post: info@arbetetsmuseum.se